© Franz Hamedinger

Alpenverein Schärding auf dem Friedensweg in den Adamello-Pressanella Alpen

11 Alpinisten erlebten eindrucksvolle Tage zwischen Kriegsgeschichte, Hochgebirge und unberührter Natur

20.07.2026

Eine elfköpfige Gruppe des Alpenvereins Schärding sowie der benachbarten Sektionen Passau und Pfarrkirchen absolvierte unter der Leitung von Franz Hamedinger und mit Unterstützung von Roland Schatzberger (beide AV Schärding) die Etappen 6 bis 10 des bekannten Friedenswegs „Sentiero della Pace“ in den Trentiner Alpen.

Eine elfköpfige Gruppe des Alpenvereins Schärding sowie der benachbarten Sektionen Passau und Pfarrkirchen absolvierte unter der Leitung von Franz Hamedinger und mit Unterstützung von Roland Schatzberger (beide AV Schärding) die Etappen 6 bis 10 des bekannten Friedenswegs „Sentiero della Pace“ in den Trentiner Alpen.

Die fünftägige Durchquerung führte durch die beeindruckende Gebirgslandschaft der Adamello-Pressanella-Alpen. Dabei legten die Teilnehmer rund 95 Kilometer zurück und bewältigten etwa 5.500 Höhenmeter im Aufstieg sowie 6.650 Höhenmeter im Abstieg. Begleitet wurde die gesamte Woche von stabilem Sommerwetter mit besten Sichtverhältnissen und angenehmen Temperaturen – ideale Bedingungen für eine anspruchsvolle Hochgebirgstour.

Bereits die erste Etappe hatte zahlreiche Höhepunkte zu bieten. Vom Passo Tonale führte die Route zum Passo Paradiso mit dem Denkmal der Kaiserschützen und durch die historische Galleria Paradiso. Über den spektakulären Sentiero dei Fiori erreichte die Gruppe den Corno di Lago Scuro (3.165 m), überschritt den Passo Lago Scuro und die Cima Payer, bevor der Tag beim Rifugio Mandron endete. Die aus dem Ersten Weltkrieg stammenden Stellungen und Tunnelanlagen vermittelten eindrucksvoll die Geschichte des ehemaligen Frontgebietes.

Am zweiten Tag führte die Tour vom Rifugio Mandron durch das wildromantische Val Genova zum Rifugio Fontanabona. Eindrucksvolle Wasserfälle und die gewaltige Kulisse der Adamello-Gletscher sorgten für unvergessliche Eindrücke und zahlreiche Fotomotive.

Von dort ging es über das Rifugio Care Alto und vier Pässe weiter zum Rifugio Trivena. Der Klettersteig Giovan Battista Cova stellte dabei einen weiteren alpinen Höhepunkt dar. Immer wieder führte der Weg durch äußerst einsame Gebiete, auf denen die Steige teilweise kaum erkennbar waren und stellenweise von meterhohem Gras überwuchert wurden. Gerade diese Abgeschiedenheit verlieh der Tour einen besonderen Reiz und vermittelte echtes Abenteuergefühl.

Auch die Tierwelt zeigte sich von ihrer besten Seite. Die Gruppe konnte mehrfach Steinböcke beobachten und hatte zudem das seltene Glück, zwei Wölfe in freier Wildbahn zu sehen – ein außergewöhnliches Naturerlebnis, das allen Teilnehmern lange in Erinnerung bleiben wird.

Die abschließende Etappe führte vom Rifugio Trivena über den Passo del Frate und den Monte Corona hinunter nach Lardaro, wo die gelungene Durchquerung ihren Abschluss fand. Ein besonderer Höhepunkt war dabei die lange und aussichtsreiche Gratwanderung vom Passo del Frate über den Monte Corona bis zum Dosso dei Morti mit dem Gedenkkreuz für die Tiroler Standschützen. Diese Etappe erwies sich aufgrund ihrer Länge und der vielen zu bewältigenden Höhenmeter als die anspruchsvollste der gesamten Tour.

Neben den landschaftlichen Höhepunkten prägte vor allem das ausgezeichnete Miteinander die Unternehmung. Die Gruppe harmonierte während der gesamten Woche hervorragend. Wo einzelne Teilnehmer an ihre Grenzen kamen, wurde selbstverständlich gegenseitige Unterstützung geleistet. Dieser ausgeprägte Teamgeist trug wesentlich zum Erfolg der Tour bei.

Besonders hervorzuheben ist zudem die nachhaltige Ausrichtung der Reise: Sowohl die An- und Heimreise als auch sämtliche Transfers erfolgten ausschließlich mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Damit setzte der Alpenverein Schärding einmal mehr ein Zeichen für umweltfreundlichen und verantwortungsvollen Bergsport.

Mit zahlreichen Fotos, beeindruckenden Naturerlebnissen, spannenden historischen Eindrücken und vielen gemeinsamen Erinnerungen kehrten die Teilnehmer nach einer abwechslungsreichen und erlebnisreichen Woche in den Adamello-Pressanella-Alpen nach Hause zurück.