© https://www.alpenverein.de/author/romy-robst
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Vizentiner Alpen

Von Rovereto im Etschtal nach Caldonazzo im Valsugana 

 

Die lange Traverse durch die Vizentiner Alpen beginnt in der Stadt Rovereto an der Etsch, wo sich mit dem Italienischen Historischen Kriegsmuseum das größte Museum über den Gebirgskrieg dieser Gegend befindet. In den Vizentiner Alpen führt der Weg zunächst über den Monte Zugna, den Gipfel der Cima Carega und schließlich zum Monte Pasubio, dem „Berg der 10.000 Toten“. Eindrucksvoll zeigt der weggesprengte Gipfel, der Dente Italiano, heute noch die Folgen des grausamen Krieges, bei dem sich die Gegner in Stollengängen verschanzten und mit Tonnen von Dynamit die gegnerischen Stellungen in die Luft jagten. Anschließend führt der Friedensweg über die Hochebenen von Folgaria und Lavarone bis zum Caldonazzosee. Auf diesem Teilstück lassen sich viele Festungswerke wie das Forte Belvedere, die Festung Lusern, Forte Verle sowie die Festung Vezzena besichtigen. 

Die Vizentiner Alpen zählen zu den südlichsten Gruppen der Ostalpen und fallen beinahe übergangslos in die Po-Ebene ab. Benannt sind sie nach der Stadt Vicenza an deren südöstlichem Ende.

Die Durchquerung erfordert 9 bis 10 stramme Tourentage, die aber zum großen Teil über unproblematische Pfade führen. Lediglich in den sogenannten Piccoli Dolomiti bewegen wir uns in schroffer Felsregion, die natürlich eine gewisse Sicherheit im alpinen Gelände voraussetzt.

Satte Almwiesen, unberührte Bergwälder, Hochebenen und tief eingeschnittene Schluchten entschädigen für die teilweise langen Tagesetappen.

Die Vizentiner Berge gehören zu den bei uns wenig bekannten und einsamen Berggruppen. Nicht zuletzt dies macht den herben Charme dieser Berge aus.