© https://www.alpenverein.de/author/romy-robst
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Ortler Alpen

Die Ortler-Alpen, auch Ortlergruppe, italienisch Gruppo Ortles-Cevedale, 

Alps da l’Ortler, sind eine Gebirgsgruppe der Ostalpen in Norditalien und der angrenzenden Schweiz. Anteil an den Ortler-Alpen haben Südtirol, das Trentino, die zur Lombardei gehörenden Provinzen Sondrio und Brescia sowie ein wenig der Schweizer Kanton Graubünden. Der Großteil der Gruppe liegt in Südtirol – so auch der höchste Gipfel, der Ortler, der mit einer Höhe von 3905m auch der höchste Berg der Region Tirol ist und die Gruppe zur zweithöchsten in den Ostalpen nach der Berninagruppe macht.

Lage
o   die Ortler-Alpen werden tektonisch zwar den Zentralalpen zugeordnet, da sie nördlich der geologischen Störung der Tonalelinie liegen, im allgemein regionalgeographischen Sinne aber zu den südlichen Ostalpen (Südalpen) gezählt, weil sie sich südlich der Längstalfurche Veltlin (Adda) – Vinschgau (Etsch) befinden. Alpinistisch zählt der Ortler-Hauptkamm zu den südlichen Kalkalpen. Nach der Alpenvereinseinteilung der Ostalpen (AVE) wird die Gruppe wie folgt begrenzt:

im Osten von der durch die Linie Meran – Lana – Ultental – Einmündung Maraunbach in Valschauer – Hofmahd – Lederbach – Proveis – Val di Pescara – Lago di Santa Giustina – Malè;
im Süden von der Brentagruppe und der Adamello-Presanella-Gruppe durch die Linie Malè – Val di Sole (Nocetal) – Tonalepass – Ponte di Legno;
im Westen von der Sobretta-Gavia-Gruppe und den Livigno-Alpen durch die Linie Ponte di Legno – Gaviapass – Bormio – Valle di Fraele – Passo di Fraele – Valle del Gallo – Spöltal bis Einmündung Ova dal Fuorn – Ofenpass;
und im Norden von der Sesvennagruppe und den Ötztaler Alpen durch die Linie Ofenpass – Val Müstair bis Einmündung Rambach in die Etsch – Etsch bis Meran (Vinschgau).
Mit Ausnahme der Umbrailgruppe und des Chavalatschkamms, die sich komplett oder teilweise in der Schweiz befinden, liegen die Ortler-Alpen zur Gänze auf italienischem Staatsgebiet.