Auf der Bergvagabundenhütte fanden sich ebenfalls Michele Federspiel und sein Freund, Thomas Winnischhofer ein. Sie sind seit vielen Jahren Freunde und waren wie jedes Jahr gemeinsam auf einer Etappe unterwegs. Im Laufe des Abends entstand ein wunderbares Gespräch. Michele`s Buch, das auf der Hütte für alle zur Einsicht lag, zeigte viele Details zu den Kriegshandlungen. Er erzählte und zeigte die Schauplätze auch auf der Karte. Thomas übersetzte und ließ auch durchblicken, dass sie gerne bereit wären, den Friedensweg auf dem Bepi-Zack-Klettersteig – einem Verbindungsweg vom 1. Weltkrieg - am nächsten Tag gemeinsam zu begehen. Es war zu spüren, wie viel es den beiden bedeutete, die Geschichte nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Und auch, wie erfreut sie waren, dass diese Gruppe Deutscher dieser Geschichten wegen hier war.
So begann der nächste Morgen mit einem guten Frühstück, ein paar Sonnenstrahlen für eine Gruppe von nun zwei Bergsteigern mehr.
Wir starteten beim Einstieg zum Klettersteig Bepi Zac und gingen entlang der ehemaligen vordersten Linie der k.u.k. Truppen, interessant dabei, dass hier auch das deutsche Alpenkorps kämpfte und viele Stellungen ausbaute. Immer wieder erklärte Michele Simonetti Federspiel – dem Kurator des Museums „la gran vera“ in Moena – die damaligen Kampfhandlungen, während Thomas Winnischhofer vom Leben der Soldaten und den politischen Hintergründen erzählte.